Neuzugang Luca Krzikalla
In wenigen Tagen beginnt für die Münchner Panther eine neue Ära. Nach dem bitteren Abstieg aus der 3. Liga in der Vorsaison wollen sie sich in der Regionalliga sofort als Favorit beweisen – die Kaderplanung und die gesamte Vorbereitung sprechen dafür.
Für Gesprächsstoff sorgt vor allem ein Name: Rückraumspieler Luca Krzikalla wechselt zu den Panthern. 16 Jahre lang spielte er für den SC DHfK Leipzig, war 2015 am Aufstieg in die Bundesliga beteiligt und bestritt seither mehr als 300 Bundesliga-Partien mit 660 Toren, dazu 89 Zweitliga-Spiele mit 226 Treffern. Nach dem Abstieg Leipzigs in der Vorsaison erhielt er dort keinen neuen Vertrag. Sportlicher Leiter Martin Wild betont, was der Transfer für den Verein bedeutet: „Er hat Angebote von anderen Bundesligisten abgelehnt.“ Neben sportlichen Gründen spielte auch die Familie eine Rolle: Krzikallas Partner lebt in München. 2022 war er als erster Profi der vier höchsten deutschen Männer-Handball-Ligen offen mit seiner Homosexualität umgegangen.
Weitere Neuzugänge der Panther
Auch im Tor tut sich einiges: Daniel Drożdż kommt vom TV Gelnhausen und soll als neue Nummer eins fungieren. Der 21-Jährige aus Krakau wurde an der renommierten Kielce-Akademie ausgebildet, spielte für Polens U20-Nationalmannschaft und stand bei einer Europameisterschaft im Kader. Ebenfalls neu im Tor: Leopold Huber, der zuletzt vor allem für die U23 des SC DHfK Leipzig spielte, aber bereits sein Bundesliga-Debüt gegen den VfL Gummersbach feierte.
Auf Kreisläufer-Position verstärken Valentin Clarius und Fritz Bitzel den Kader – beide wurden mit den A-Junioren der Rhein-Neckar Löwen deutscher Meister, Clarius bringt zudem Zweitliga-Erfahrung von TuSEM Essen mit. Weitere Neuzugänge sind Maximilian Boy-Nieder (vom HC Erlangen), die finnischen Zwillinge Paavo und Jussi Hofmann (vom SV Anzing), Torhüter Philipp Häffner (vom TSV Ismaning) sowie Rückkehrer Manuel Riemschneider (vom SV Eichenau). An der Seitenlinie komplettieren Cheftrainer Stefan Weidinger und Co-Trainer Florian Fischer das neue Trainerteam.
Der Kader für die neue Saison
Der Kern der Vorsaison-Mannschaft bleibt weitgehend zusammen: Cedric Riesner, Tom Notz, Konrad Steinbrecher, Alessandro Van de Maele, der neue Kapitän Luca Hasekamp, Laurin Günther, Kilian Weigl, Tom Elschner, Lucas Pichler, Felix Müller, Anton Ehrlinger und Tim Ruhwandl gehen alle in die neue Saison – mit dem klaren Ziel, den Abstieg schnell wieder wettzumachen.
Die Panther-Vorbereitung im Rückblick
Wie gut das gelingen kann, zeigte die Vorbereitung. Los ging es mit einem 41:27 gegen Oberligist TSV Herrsching, ehe eine 25:29-Niederlage gegen Regionalliga-Konkurrent HT München erste Abstimmungsprobleme offenbarte. Gegen den Drittliga-Absteiger Erlangen-Bruck setzten sich die Panther danach deutlich mit 37:30 durch.
Beim Trainingslager in Vorarlberg gewannen sie gegen TSV Lindau mit 47:18 – unterhaltsamer als das Ergebnis war dabei ein Kuriosum: Panther-Boss Dominik Klein lief kurzzeitig selbst für Lindau auf und sah dabei Rot, weil er sein Panther-Trikot unter dem Lindau-Dress trug. Gegen den österreichischen Erstligisten und EHF-European-Cup-Teilnehmer Alpla HC Hard unterlagen die Panther zwar mit 29:35, hielten aber lange mit.
Gegen Landshut gewannen sie trotz eines schwachen Starts (1:5-Rückstand) am Ende deutlich mit 37:26 – Krzikalla und Tom Elschner trafen je sechsmal, Alessandro Van de Maele und Kilian Weigl je fünfmal. Im zweiten Duell mit HT München drehten die Panther das Bild und gewannen umkämpft mit 33:30.
Letzter Test und Saisonstart
Nach dem Ausfall des geplanten Tests gegen Simbach stand der letzte Härtetest vor dem Saisonstart im Pantherkäfig gegen den Oberligisten SV Haunstetten an. Los geht die Regionalliga-Saison am 20. September mit dem Heimspiel gegen den TSV Lohr.
Quelle: TuS Fürstenfeldbruck Handball, veröffentlicht am 6. September 2026.



