Vorbericht

Zweite Mannschaft, feste Truppe: Coburg II kommt in den Pantherkäfig

30.09.2026
Maximilian Boy-Nieder bejubelt sein Tor im Testspiel gegen HT München
Foto: © Marie Pietruschka

Eine zweite Mannschaft ist ein Überraschungspaket? Nicht in Coburg. Auf den Spielberichtsbögen der ersten beiden Saisonspiele stehen dreizehn identische Namen, dazu ein Spieler mit Profivertrag beim HSC und ein Trainerduo, das seine Truppe kennt. Am Samstag empfangen die Münchner Panther den HSC 2000 Coburg II im Pantherkäfig. Und für einen unserer Spieler ist es eine Reise zurück zu den Anfängen.

Der Gast: ein großer Name im Rücken

Coburg II ist die zweite Mannschaft des HSC 2000 Coburg, der 2019/20 Meister der 2. Bundesliga wurde und damit erstmals in die Bundesliga aufstieg. Der Verein entstand im Jahr 2000 aus der Fusion von TV Neuses und HSG Coburg, die Profis spielen in der HUK-COBURG arena mit 3.530 Plätzen.

Die Zweite ist seit der Premierensaison 2024/25 in der Regionalliga Bayern dabei, auch der Coburger Nachwuchs spielt mit A-, B- und C-Jugend in der Regionalliga. Trainiert wird das Team von Cheftrainer Axel-Ragnar Meier, unterstützt von Co-Trainer Davor Rokavec.

Zwei Spiele, zwei Krimis

Coburg II startete am Freitag, 19. September, beim VfL Günzburg. Vor knapp 600 Zuschauern ging es hin und her, allein in der ersten Halbzeit gab es neun Gleichstände. Zur Pause führte Günzburg mit einem Tor, am Ende hieß es 30:32.

Acht Tage später, am Sonntag, 27. September, spielte Coburg zu Hause gegen die TG Landshut 33:33. Nach zwei Spielen steht der Gast bei 1:3 Punkten und 63:65 Toren.

Ein fester Stamm statt Wundertüte

Wer glaubt, bei Coburg II wisse vorher niemand, wer aufläuft, sollte auf die Bögen schauen: Dreizehn Namen sind in beiden Spielen identisch. Auch Marks Lilienfelds, der beim HSC einen Profivertrag hat, war beide Male dabei. Er ist mit 13 Toren der beste Werfer der Coburger, vor Leonards Valkovskis mit 11 und Maximilian Schindler mit 9. Gegen Landshut trafen zehn verschiedene Spieler, die Last verteilt sich also.

Auffällig sind die Siebenmeter: Siebzehn in zwei Spielen, zwölf davon verwandelt, Schindler allein 7 von 9. Das ist eine Ansage an unsere Abwehr: sauber stehen und jeden Fehler vermeiden, denn Coburg kommt oft an die Linie.

Ein Wiedersehen mit den Anfängen

Für Maximilian Boy-Nieder ist dieses Spiel mehr als zwei Punkte. Neun Jahre, von 2014 bis 2023, spielte er beim HSC Coburg, seine erste Handball-Erinnerung sind Kinderturniere dort. Sein im Fragebogen genannter Lieblingsmitspieler Jonathan Breu steht im Kader der Coburger, auch er war in beiden Saisonspielen dabei.

Noch eine Verbindung: Valentin Clarius war bei TUSEM Essen, als Essen 2025/26 zweimal gegen Coburg in der 2. Bundesliga spielte.

Wo wir stehen

Die Panther haben zwei Spiele gewonnen: 38:20 gegen den TSV Lohr und 40:23 bei Rimpar II, dazu 4:0 Punkte und 78:43 Tore. In Rimpar warf Kilian Weigl zwölf Tore, insgesamt trugen sich zwölf verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein.

Das ist ein guter Start und mehr nicht. Wir stehen am Anfang unserer Gipfeltour, nicht am Ziel. Gegen ein Team, das seine Spiele bis zur letzten Minute offen hält, zählen Tempo und Konzentration über sechzig Minuten.

So kommst du in den Pantherkäfig

Anwurf ist am Samstag, 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, um 19:30 Uhr in der Wittelsbacher Halle, Bahnhofstraße 15 (Eingang Stockmeierweg), 82256 Fürstenfeldbruck. Für alle aus München: Mit der S4 seid ihr direkt in Fürstenfeldbruck.

Das Rückspiel steigt am Sonntag, 14. Februar 2027, um 16:30 Uhr in der BGS Halle in Coburg, 301 Kilometer entfernt.

Wir sehen uns im Pantherkäfig.

Auf einen Blick

Verein: HSC 2000 Coburg II · Liga: Regionalliga Bayern · Halle: BGS Halle, Wilhelm-Ruß-Str. 4, Coburg · Cheftrainer: Axel-Ragnar Meier · Bilanz: 1:3 Punkte, 63:65 Tore

Fotografie: Marie Pietruschka

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