Nach dem Heimauftakt im Pantherkäfig gehen die Münchner Panther zum ersten Mal in dieser Saison auf Reisen. Am Sonntag, 27. September, trifft die HG München-Fürstenfeldbruck um 16 Uhr auf die SG DJK Rimpar II. 298 Kilometer liegen zwischen Pantherkäfig und Anwurf. Es ist die erste von sieben Fahrten nach Franken in dieser Saison.
Ein Auftakt, der Lust auf mehr macht
Das 38:20 gegen den TSV Lohr hat im Rudel vor allem eines ausgelöst: Erleichterung, dass es nach der langen Vorbereitung endlich zählt. „Wir sind froh, dass wir im Spielbetrieb sind“, sagt Cheftrainer Stefan Weidinger.
Dass die Panther nach dem ersten Spieltag oben in der Tabelle stehen, ist eine schöne Momentaufnahme und nicht mehr. Nach einem von 26 Spielen sagt die Tabelle wenig, und das wissen alle in der Kabine.
Die Jungwölfe: jung, frisch aufgestiegen, gut ausgebildet
Rimpar II kommt als Aufsteiger aus der Oberliga. Die Mannschaft ist der U23-Unterbau der Wölfe, die über ein Jahrzehnt in der 2. Handball-Bundesliga gespielt haben und heute in der 3. Liga antreten. Dazu ist Rimpar Landesstützpunkt im Nachwuchs, und das merkt man dem Kader an.
„Das ist eine sehr junge Truppe, in der der eine oder andere aber auch schon Spiele in der 3. Liga bestritten hat“, sagt Weidinger. Die Stärken der Gastgeber sieht er vor allem im Angriff. Das haben die Jungwölfe zum Auftakt beim Mitfavoriten TG Landshut gezeigt. Beim 31:37 trafen zwölf verschiedene Spieler. Bester Werfer war Finn Daugs mit elf Toren, alle fünf Siebenmeter hat er verwandelt. „Aber als Aufsteiger mit minus sechs in Landshut zu verlieren, ist keine Schande.“
Der Plan: wieder über die Abwehr
Gegen Lohr hat die Abwehr den Ton gesetzt, und daran will Weidinger festhalten. Gegen eine angriffsstarke Mannschaft liegt der Fokus zunächst auf einer stabilen Defensive.
Dazu kommt ein Gedanke zur Liga selbst: Ein Aufsteiger müsse sich in der Regel erst auf die höhere Aggressivität und Härte einstellen, die ihn eine Liga höher erwartet, sagt Weidinger. Genau diese Tugenden sollen die Panther am Sonntag selbst auf die Platte bringen.
Das Personal: einer mehr an Bord
Alle Spieler aus dem Lohr-Spiel sind weiter dabei. Dazu kommt Tom Elschner, der zum Auftakt noch geschont wurde und in Rimpar sein erstes Saisonspiel bestreiten kann.
Fotografie: Marie Pietruschka



